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Wolfgang Münchow, Organist und Chorleiter

ABSCHIED UND DANK

Liebe Pfarrangehörige,
nach genau 25 Jahren geht meine Zeit als Kirchenmusiker der Pfarreiengemeinschaft zu Ende. Ab dem 1. Oktober trete ich in der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach eine kirchenmusikalische Schwerpunktstelle an. Ich hätte nie gedacht, dass ich nach so vielen erfüllten und erfolgreichen Jahren noch einmal die Stelle wechseln würde, und ich darf Ihnen versichern, es war wirklich keine leichte Entscheidung.
Wer mich kennt, weiß, dass es nie meine Art war, große Reden zu halten, oder gar die regionalen Zeitungen regelmäßig mit unzähligen Artikeln zu füllen. Vielmehr war es in den 25 Jahren meines Wirkens stets mein Anliegen, in Liturgie und Konzert zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gläubigen zu musizieren.
„Abschiede sind Tore in neue Welten.“, so hat es Albert Einstein einmal formuliert. Und so werde ich beim Durchschreiten der neuen Tore viele schöne Erinnerungen mitnehmen: Feierliche Gottesdienste und großartige Konzerte in unseren schönen Kirchen, die Erfahrung von Gemeinschaft und Miteinander bei den diversen Chorfahrten und Orgelwanderungen, ebenso die zahlreichen Begegnungen mit wunderbaren Menschen aller Altersgruppen in der Pfarreiengemeinschaft.
Mein besonderer Dank geht an die Sängerinnen und Sänger der Chöre, die sich von Anfang an darauf eingelassen haben, mit mir schöne und gute Musik zu machen. Dies war oft mit konzentrierter und anstrengender Probenarbeit verbunden, die aber immer Spaß gemacht hat, weil wir eins mit der Musik wurden. Danken möchte ich aber auch Gott: für die Erfahrung, so viele Jahre in einer solch lebendigen Pfarrei Kirchenmusik machen zu dürfen.
Der Pfarrgemeinde wünsche ich, dass sie auch in der Zukunft die „Musica Sacra“ als einen wertvollen Schatz begreift und ihn weiterhin pflegt, denn: „Ohne Musik wär´alles nichts.“ (W. A. Mozart)
Ich bin gewiss: Wir bleiben in Verbindung in Gebet und anders. Gott segne und behüte Sie alle.
In großer Dankbarkeit
Ihr Wolfgang Münchow

ABSCHIED ZU VIER HÄNDEN
Kirchenmusiker Wolfgang Münchow diente den
Bisttalpfarreien 25 gute Jahre

Differten/Friedrichweiler/Wadgassen. Gewiss, die Eingeweihten im unmittelbaren haupt- und ehrenamtlichen Kirchenumfeld und die Aktiven der Kirchenchöre von Differten und Wadgassen haben es früher gewusst, unter Schmerzen geschwiegen und sich nichts anmerken lassen. Doch als sich die Nachricht am Donnerstagnachmittag nach dem schönen Differter Kirchenchor-Auftritt im Rahmen der Festmesse zu diesem denkwürdigen Kapellenfest am Mariahimmelfahrtstag 2019 verbreitete, sah man in viele betroffene Gesichter. Und manche machten erst gar nicht den Versuch, die Tränen zurückzuhalten, wenn die Rede auf Wolfgang Münchows Wechsel nach Riegelsberg kam - worüber der geschätzte Kirchenmusiker dann auch ganz offen sprach. Immerhin ist dieses Ereignis sehr nahe. Bereits am 1. Oktober tritt Münchow den neuen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg an.

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Zum vorläufig letzten Mal traten die langjährig befreundeten Kirchenmusiker und Studienkollegen Wolfgang Münchow (vorn) und Thorsten Maria Schmehr am zurückliegenden Sonntag mit brillanten Klängen auf der „Orgel zu vier Händen“ im Rahmen der „Konzertreihe Sankt Gangolf“ in Differten auf. Fotos: Hartmuth Kastner



Glanzlichter über den Bisttalpfarreien
Über den ersten Teil von Münchows Lebenswerk, das er 1994 in Maria Heimsuchung Wadgassen, Sankt Gangolf Differten und Sankt Franziskus Friedrichweiler begonnen hat, wird noch sehr ausführlich in der nächsten Ausgabe des Pfarrbriefes der Pfarreiengemeinschaft zu berichten sein. Doch fassen wir bereits an dieser Stelle zusammen: Der aus Hostenbach stammende und zwischen 1988 und 1995 in Sulzbach-Rosenberg und Regensburg von namhaften Dozenten ausgebildete Kirchenmusiker hat in diesen zweieinhalb Jahrzehnten des ausgehenden 20. und des beginnenden 21. Jahrhundert Marksteine gesetzt und Glanzlichter gezündet. Gerade so, als ob vor der zu erwartenden kargen Zeit nach der Bistumsreform noch einmal zum Leuchten wollte, was in diesen guten alten Pfarreien steckt.
Von der stillen Andacht bis zur glanzvollen Oratorienaufführung …
Wir erinnern uns an große Oratorien zu Weihnachten und zu den Jahreswechseln, an Fernseh- und Rundfunkübertragungen, an großartige Gemeinschaftsprojekte mit einheimischen und auswärtigen Partnerchören, Orchestern und großartigen Solistinnen und Solisten ebenso wie an die innig-schlichten volksfrommen Momente bei „Räume der Stille“ an den Herz-Jesu-Freitagen, bei den Andachten in den Differter, Friedrichweiler und Wadgasser Marienmonaten oder beim Freiluftgottesdienst zu Maria Himmelfahrt um die Marienkapelle am Differter Waldrand. In besonderer Erinnerung wird die Rettung der historischen Haerpfer-Ermann-Orgel bleiben, die einst in der wegen Bergschäden niedergelegten Herz-Jesu-Kirche Ludweiler stand und in der Ristenpart-Ära von Radio Saarbrücken deutsch-französische Musikgeschichte schrieb. Münchow gab den Impuls für den von Pastor Volker Teklik (2000 - 2011) gegründeten Differter Orgelbauverein, der das Instrument erwarb, durch den Heusweiler Orgelbaumeister Stephan Mayer liebevoll restaurieren ließ und vorzeitig abbezahlte!
… und der Wiedergeburt einer Königin
Am Vorabend des Maria-Himmelfahrts-Tages 2002 war bereits die Weihe, die „Wiedergeburt einer Königin“, wie Stephan Mayer den Vorgang nannte, möglich. Ein Ereignis, das in der von Wolfgang Münchow gegründeten „Konzertreihe Sankt Gangolf“ in besonderer Weise nachwirkte - und wie in den Fünfziger Jahren in Ludweiler sogar französische Orgelprofessoren an den Differter Spieltisch lockte. Keine Geringeren als die Titularorganisten von Notre Dame de Paris und der Basilika Saint Sernin in Toulouse, Olivier Latry und Michel Bouvart, waren hier zu Gast.

Bleibendes Vermächtnis der kirchenmusikalischen Ära von Wolfgang Münchow: die am 14. August 2002 im Rahmen eines Zehn-Herren-Amtes eingeweihte Differter Haerpfer-Ermann-Orgel

 

 

 

 

Die Gottesdienste hat Wolfgang Münchow bereichert durch zahlreiche Messen von Komponisten der Gegenwart und aus der Zeit weit zurück bis in die Tage des Barock. Das Orgelnachspiel gar mancher Festtagsmesse, das zwingend zur Liturgie gehörende Postludium, entdeckte er für sein Kirchenvolk neu. Nicht selten ließ der leidenschaftliche Kirchenmusiker das in der Regel stehend applaudierte Nachspiel zum Messausklang zum Kurzkonzert mit Werken alter französischer Meister werden. Ihnen galt Münchows ganze Liebe bis zuletzt. Was auch in Langlais-Komposition „Double Fantaisie“ beim vorläufig letzten Konzert der Reihe Sankt Gangolf am zurückliegenden Sonntag in Sankt Gangolf aufblitzte. Worüber noch einmal ausführlich und gesondert berichtet wird
=> Münchow2019-08.pdf (2,18 MB).
 - Hartmuth Kastner -
 

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