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Dankamt zur Seligsprechung von Mutter Rosa am 25. Mai 2008

Großer Einzug mit ...

... Bewohnern des ...

... HPZ Haus Mutter Rosa

Mutter-Rosa-Fahne

Diakon Josef Britz und Kaplan Michael Meiser

"Mutter-Rosa-Singers"

Lesung

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus!

ungewöhnliche Predigt

Fürbitten

Mutter-Rosa-Lied

Hochgebet

Vater Unser

Auch der Kirchenchor hat mitgewirkt

HPZ-Kinderchor

Dankansprache von Ratsschwester Edith Maria Magar

Fotos: Horst Meyer


Haus Mutter Rosa Wadgassen

 Großer Festgottesdienst zu Ehren der Seligen Rosa Flesch

 Text und Fotos: Hartmuth Kastner
 

Schon oft hat das Heilpädagogische Zentrum Wadgassen „Haus Mutter Rosa“ der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zur Begegnung, zum Sommerfest oder zum Tag der offenen Tür eingeladen. Und die vielen Verehrer der segensreichen Einrichtung, die ungezählten jungen Menschen aus hoffnungsloser Perspektive heraus einen guten und erfolgreichen Weg ins Leben geebnet hat, kamen jeweils in Scharen. Doch dieses Sommerfest, zu dem für Sonntag, den 25. Mai, eingeladen worden war, sollte etwas Besonderes werden. Er sollte sich wahrhaftig zum Tag der offenen Herzen gestalten.

 

 

 Träume nicht nur dein Leben – lebe deinen Traum!

Es begann bereits mit dem außergewöhnlichen Anlass, der im Zentrum des Auftaktgottesdienstes in der Wadgasser Pfarrkirche Maria Heimsuchung stand, nämlich die erst vor wenigen Wochen, am 4. Mai 2008, im Hohen Dom zu Trier stattgefundene Seligsprechung der Ordensstifterin Mutter Rosa Flesch. Die Medien haben ausführlich darüber berichtet. Kaplan Michael Meiser, dem Diakon Josef Britz im überaus festlichen und gut besuchten Gottesdienst assistierte, suchte anstelle einer „Kanzelpredigt“ das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen und erinnerte an Mutter Rosas Lebenstraum: Schwachen, Kranken, Verlassenen und Waisen Hilfe, Trost, Zuflucht – und Perspektive zu geben. Sie habe aber nicht nur ihr Leben geträumt, sondern ihren Traum gelebt. Und weil sie sich, worauf es im Leben ja ankomme, dabei auch nicht von Rückschlägen, bitteren Enttäuschungen, gröbster Willkür und größten Ungerechtigkeiten habe abbringen lassen, sei sie um so glaub- und verehrungswürdiger und selig gesprochen geworden

 „Gottes Liebe sucht das Kleine, aus dem Schwachen schenkt er Gnad“

Sichtlich beeindruckt von der Wertschätzung, die das nach der Ordensgründerin benannte Heilpädagogische Zentrum „Haus Mutter Rosa“ in der Gemeinde Wadgassen und weit darüber hinaus genießt (was an diesem denkwürdigen 25. Mai aufgrund der vielen Gäste aus der ganzen Seelsorgeeinheit Wadgassen-Differten/Friedrichweiler und von weit außerhalb augenfällig zum Ausdruck kam), zeigte sich die von der Waldbreitbacher Ordensleitung und der Marienhaus GmbH zum Festsonntag nach Wadgassen entsandte Ratsschwester Edith Maria Magar. Sie dankte allen, die zu dieser bemerkenswerten liturgischen Feier in der geschmückten Kirche beigetragen hatten. Den Geistlichen, dem Kirchenchor, dem aus dem früheren Felsberger Jugendchor hervorgegangenen Sing- und Spielkreis, dem Kinderchor des Heilpädagogischen Zentrums und – nicht zuletzt! – den Gestaltern und Herstellern der wunderschönen neuen Mutter-Rosa-Fahne. Mit ihr wurde feierlicher Einzug und Auszug aus dem altehrwürdigen Wadgassen Gotteshaus gehalten. Und noch etwas schien die leitende Ordensfrau in Zivil sehr berührt zu haben: Das besonders innig von Jugendchor und Gemeinde intonierte „Mutter-Rosa-Lied“. Es stellt in der Tat eine gelungene, zu Herzen gehende Vertonung der ebenso schlichten wie tiefgründigen franziskanischen Ordens- und Glaubensbotschaft dar: „Gottes Liebe sucht das Kleine, aus dem Schwachen schenkt er Gnad“. Sie kennen dieses Lied nicht, liebe Leserinnen und Leser? Dann müssen Sie es unbedingt bei nächster Gelegenheit in Haus Mutter Rosa oder in der Pfarrkirche Maria Heimsuchung kennen lernen … und mitsingen!

 Aufgebrochen für das Leben – Mutter Rosa: Ordensgründerin, Wegbereiterin, Schwester der Armen

Die Ordensgründerin Mutter M. Rosa wird am 24. Februar 1826 als erstes Kind der Eheleute Agnes Breitbach und Johann Flesch, Ölmüller in der Klostermühle von Schönstatt bei Waldbreitbach, geboren. Die Mutter entstammt einer Schifferfamilie. Sie stirbt 1832 und in der Not um seine drei Kinder heiratet der Vater noch im gleichen Jahr eine Witwe mit einem Sohn. 1838 erfolgt der Umzug der Familie von der Klostermühle ins Fockenbachtal bei Niederbreitbach. Als der Vater 1842 stirbt, übernimmt Margaretha die Verantwortung für die inzwischen siebenköpfige Familie. Ende Oktober 1851 verlässt Margarethe die Mühle im Fockenbachtal und zieht mit ihrer Schwester Marianne in eine Klause an der Kreuzkapelle am Ufer der Wied. Nähen und Flicken sind ihr Lebensunterhalt, Kräutersammeln, Waisenbetreuung und ambulante Krankenpflege. Margarethe Flesch spendet Trost und leistet „Erste Hilfe“, als noch niemand davon spricht.

 1861 ist das erste „Marienhaus“ bezugsfertig

1856 schließen sich erste Gefährtinnen an. 1861 wird mit dem Bau eines ersten Hauses begonnen auf dem Waldbreitbacher Kapellenberg. Am 11. November 1861 ist das erste „Marienhaus“ bezugsfertig. Am 13. März 1863 nimmt Pfarrer Gomm in der Kreuzkapelle von Margarethe Flesch, Maria Bonner und Gertrud Beisel die Gelübde Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen entgegen. Damit ist die Gemeinschaft der „Franziskanerinnen der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln (FBMVA)“ in Waldbreitbach gegründet. Bereits wenige Wochen später wird die erste Filiale einer heute weltumspannenden Ordensgemeinschaft in Adenau errichtet.

 Bittere Jahre nach der Ordensgründung

1878 tritt Mutter Rosa gemäß der selbstverfassten Regel vom Amt der Generaloberin zurück. Die neue Ordensleitung versetzt die Ordensgründerin in weit entlegene Filialen. Als Gartenschwester ins Mutterhaus zurückgekehrt, fügt sie sich dem Schicksal, dass sie bei der nächstmöglichen Wiederwahl willkürlich übergangen und für den Rest ihres Lebens von der Ordensleitung ausgeschlossen wird. 28 Jahre – bis zu ihrem Tod am 25. März 1906 – lebt M. Rosa Flesch als einfache Schwester inmitten einer Gemeinschaft, deren neue Richtung ihr innerlich Sorgen bereitet. Doch sie bleibt dem Orden treu. In ihren Stickbildern drückt sie ihr Ringen und letztlich ihre Vereinigung mit dem leidenden Christus aus. 1957 erfolgt die Einleitung des Seligsprechungsprozesses. Auf Veranlassung von Papst Benedikt XVI. wird Mutter Rosa Flesch schließlich am 4. Mai 2008 im Hohen Dom zu Trier selig gesprochen.

 

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