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Abschied vom Kloster Heiligenborn (Bous)
Der Kirchenraum war bis zu den Seitenbänken voll besetzt. Der seit Jahren mehr und mehr fortschreitende Mitgliederschwund und die nicht mehr zu verdrängende Altersstruktur der Patres ließ nach langen Erwägungen die Überlegung einer Klosterschließung zum unumkehrbaren Entschluss werden. „Nicht nur ein Tag der Wehmut und des Schmerzes“, so der Regionalobere der Redemptoristen Pater Johannes Römelt in seiner Predigt, sondern auch ein Schritt mit „Zuversicht nach vorne“. „Fürchte Dich nicht, es blüht hinter uns her!“ zitierte auch der Trierer Weihbischof Robert Brahm Worte von Hilde Domin und wünschte allen Anwesenden Mut und Stärke, den Blick nach dem wohl notwendigen und schmerzhaften Schritt der Klosterschließung wieder nach vorne zu richten im Vertrauen, dass das, was hier in fast 60 Jahren nicht nur saarländischer Ordensgeschichte „gesät“ worden ist, sicher auch „aufgehen und Früchte tragen werde“.
Von Bischof Stefan Ackermann überbrachte er den herzlichen Dank für die große missionarische, pädagogische, seelsorgerliche und auch kulturelle Arbeit der Patres. Auch die beiden Vertreter der angrenzenden Dekanate, die Dechanten Heinz Haser und Volker Teklik, bedankten sich für die vielgestaltige Arbeit der Ordensleute und boten an, für alle Gruppen Ansprechpartner sein zu wollen, die durch die Schließung einen großen Verlust zu verkraften hätten. „Schließlich sei das Kloster Heiligenborn“, so die zuständige Landrätin Monika Bachmann in ihrer Dankesrede „das einzige Kloster im Landkreis Saarlouis“. Der scheidende Rektor Pater Johannes Wittenkämper, der in seiner Stimme Wehmut und Ergriffenheit nicht verbergen konnte, bedankte sich ebenfalls bei allen Anwesenden auch im Namen der übrigen sechs Mitbrüder für alles, was auch von der saarländischen Bevölkerung zum Aufbau und Wirken der Klostergemeinde investiert, mitgestaltet und mitgetragen wurde. Nach dem Gottesdienst erfolgte das, was in einer solchen Situation getan werden muss, die so genannte „Profanierung“ (Rückführung in die weltliche Nutzung) der Klosterkirche. Nach der Verlesung der Auflösungsdokumente durch den Provinzial Hermann ten Winkel entnahm Weihbischof Brahm die Altarreliquie, die dann in das Ordensarchiv nach Köln gebracht wurde. Das so genannte „ewige Licht“ und die geweihten Hostien wurden in einer kleinen Prozession in die Kapelle des benachbarten Seniorenheimes „Bergfrieden“ gebracht.
Die
scheidenden Patres Johannes Wittenkämper, Franz Menke, Eberhard Neugebauer,
Günter Becker, Benedikt Stein, Wolfgang Schwickerath und Paul Middecke
wurden in andere Häuser ihres Ordens versetzt, wo sie sich auf neue Aufgaben
vorbereiten. In einem Festzelt auf dem Klostergelände gab es dann nach dem
Gottesdienst Gelegenheit zum Zusammensein und gegenseitigem Abschiednehmen.
Eine gedruckte Fotokarte des bekannten Marienbildes von der „Immerwährenden
Hilfe“, auf der Rückseite von allen scheidenden Patres signiert, wurde an
alle Kirchenbesucher verschenkt mit dem Wunsch, dass Maria, die
Schutzpatronin dieser Klosterkirche, auch weiterhin ihre schützende
Hand auf die Zukunft des Landes, des Ordens und der Kirche halten möge. Die vom neuen
Investor der Klosteranlage und einem Verein
Entnahme der Altarreliquie
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